Samstag, 29. September 2012

[REZENSION] Herbst & Winter Gemüse: Wohlfühl-Rezepte für kalte Tage

Titel: Herbst & Winter Gemüse: Wohlfühl-Rezepte für kalte Tage
Autor: Anne Rogge
Fotograf: Anne Rogge
Übersetzer: -/-
Verlag: Kosmos
Reihe: -/-
Ausführung: Softcover, 144 Seiten



Autor:
Anne Rogge verbindet zwei ihrer Leidenschaften: das kreative Kochen mit heimischen Produkten und die Liebe zur Fotografie.


HERBST & WINTER GEMÜSE: WOHLFÜHL-REZEPTE FÜR KALTE TAGE

Die erste Auflage von "Herbst und Winter Gemüse" ist bereits 2008 erschienen. Für die neue Auflage wurden laut Angaben im Buch die Bildsprache weiterentwickelt, neue Fotos aufgenommen und die Rezepte um neue Ideen ergänzt.

"Herbst und Winter Gemüse" beinhaltet eine bunte Mischung bekannter, neue, alltäglicher und außergewöhnlicher Rezepte von sehr bekannten als auch eher unbekannten Gemüsesorten.
Neben Kartoffeln und DEM Herbstgemüse - Kürbis - schlechthin, findet sich hier auch eine Vielzahl Rezepte für die Verarbeitung von Topinambur, Pastinaken oder Goldrübchen. Natürlich sind nicht für jede Gemüsesorte dutzende Rezepte enthalten bei der Bandbreite an Gemüse, die hier vorgestellt wird. Ein Rosenkohlfan dürfte wahrscheinlich etwas betröppelt aus der Wäsche schauen, weil er hier nur ein Rezept für Rosenkohlsalat findet. Aber wer gerne neue Gemüsesorten für sich entdecken will und nach Abwechslung in der herbst- und winterlichen Gemüseküche sucht, ist mit diesem Buch bestens beraten!
Die Grundrezepte sind vegetarisch, oft sogar vegan, Fleischvarianten werden ab und an unter Tipps vorgestellt.
Wie aus den anderen Kochbüchern von Kosmos wohlbekannt, fehlen auch hier die hilfreichen Ergänzungen unter dem Namen "Das ist wirklich wichtig" bei den Rezepten nicht.
Die meistens Rezepte werden mit Bild vorgestellt. Jedes Rezept enthält eine Zutatenliste, eine Auflistung besonderer Werkzeuge (Mörser, Kartoffelpresse u.ä.), den Zeitbedarf und eine genaue Schritt-für-Schritt-Zubereitungsfolge. Viele Rezepte werden ergänzt durch Rubriken wie "Das schmeckt dazu", "Die Variante" oder "So schmeckt's auch".

Der Inhalt ist aufgebaut nach den Gemüsesorten, die in den Rezepten die Hauptrolle spielen:
Rote Bete
Kürbis
Kartoffeln
Kohl
Rüben
Topinambur
Wintersalate
Pastinake
Sellerie

Neben den "Hauptgerichten" befinden sich in dem Buch auch noch eine Specials wie eine kleine Warenkunde für Kürbis oder Kartoffeln, Ideen für Toppings und Einlagen für Suppen und Anleitungen für selbst aromatisierte Essige und Öle.

Ein Rezeptregister existiert in doppelter Ausführung. Zum einen werden die Rezepte nach Gemüsesorten aufgeführt, ein Themenregister bietet eine Übersicht gegliedert in: Salate und Vorspeisen, Suppen und Eintöpfe, Snacks und kleine Gerichte, Pasta, Pizza & Co., aus dem Ofen, zum Verfeinern und Ergänzen.

Für mich ist "Herbst und Winter Gemüse" eine wahre Fundgrube an neuen Ideen, wie ich die kalte Jahreszeit abwechslungs- und vitaminreich kulinarisch gestalten kann und außerdem ein Anstoß auch weniger bekannte Gemüsesorten auf den Tisch zu bringen, auch wenn man dafür unter Umständen weiter fahren muss als bis zum nächsten Supermarkt, denn der beschränkt sich in der Regel auf die "alten Bekannten".


Dienstag, 25. September 2012

[REZENSION] Großmutters süße Seelentröster: 61 Leckereien aus Kindertagen

Titel: Großmutters süße Seelentröster: 61 Leckereien aus Kindertagen
Autor: Irene Rüter
Illustrator: Stephanie Wunderlich
Übersetzer: -/-
Verlag: Gerstenberg
Reihe: -/-
Ausführung: Softcover, 144 Seiten



Autor:
Irene Rüter, geb. 1955 in Köln, war fast zehn Jahre als Redakteurin bei 'bella' und 'kochen & genießen' tätig. Seit 1992 arbeitet sie als freie Journalistin und Lektorin am Stadtrand von Hamburg. Da sie schon immer gern gekocht hat, widmet sie sich schwerpunktmäßig dem Thema Food sowie der Kulturgeschichte des Essens.

Illustrator:
Stephanie Wunderlich, geb.1966 in München, studierte an der FH Augsburg und in Urbino Kommunikationsdesign. Nach einigen Jahren in der Werbebranche arbeitet sie heute als freie Illustratorin für internationale Zeitschriften- und Buchverlage. Sie ist Mitherausgeberin des Künstlermagazins 'Spring' und lehrt an der HfK Bremen Illustration. Sie lebt in Hamburg.


GROSSMUTTERS SÜSSE SEELENTRÖSTER: 61 LECKEREIEN AUS KINDERTAGEN

Normalerweise sollten Koch- und Backbücher immer Liebe auf den zweiten Blick sein, da sie ihre Qualitäten schließlich erst beim Ausprobieren der enthaltenen Rezepte unter Beweis stellen, aber ich gestehe: bei "Großmutters süße Seelentröster" war es Liebe auf den ersten Blick. Nur ein kurzes Zwinkern Richtung Cover, nicht länger als ein Wimpernschlag, und ich war verloren! Assoziiert ihr auch Farben mit bestimmten Dingen? Seltsamerweise hat die Farbe Blau für mich seit der Kindheit die Bedeutung von Backen, Küche und Gemütlichkeit. Unser altes, zerfleddertes Backbuch "Backen macht Freude" war blau, die Rezeptkladde meiner Mutter hatte diese Farbe und mittlerweile wohne ich sogar in einem blauen Haus mit einer blauen Küche, dazu trägt die Großmutter auf dem Cover des Buches ein Kleid aus Collagentechnik mit der Schrift, mit der meine Mama und Oma noch geschrieben haben und es ist eine Katze in der Nähe vom Herd - das Buch kann doch nur für mich geschrieben worden sein (und für alle anderen mittlerweile erwachsenen Kinder, die gerne in Kindheitserinnerungen inklusive der Leckereien vergangener Tage schwelgen).

Das Innere des Buches schmücken genau wie das Cover ebenfalls die zauberhaften Illustrationen von Stephanie Wunderlich. Manch einer mag gerade bei den Backwaren Bilder oder Fotos der fertigen Leckereien vermissen, aber die Illustrationen sind so schön, altmodisch, fantasievoll und farbenfroh gestaltet und die Zubereitungsfolge jedes Rezeptes bis ins Genaueste erklärt, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, das es auch nur eine Person gibt, die dieses Buch durchblättert und dann behauptet, sie hätte statt der Illustrationen lieber Fotos. Außerdem verdienen Rezepte mit so malerischen Namen wie "Apfel im Schlafrock", "Vanillekaltschale mit Schneeklößchen", "Quetschmadam" und "Errötende Jungfrau" einen ganz besonderen Rahmen.

Bevor der Rezeptteil beginnt, findet man im Buch ein doppelseitiges Vorwort der Autorin "Seelentröster aus Kindertagen", in dem sie schildert, woher unsere Vorliebe für Süßes stammt und wo die im Buch enthaltenen Rezepte ihren Ursprung haben. Da die Rezepte mitunter eine bewegte, erzählenswerte Vergangenheit haben, erzählt Irene Rüter in ihrem Buch auch einige Geschichten hinter den Rezepten. So erfährt man, warum die Ritter arm sind und woher der Ofenschlupfer seinen Namen hat und viele Anekdoten und Legenden mehr.

Die 61 Leckereien sind in folgende Rubriken unterteilt:
Süßes aus dem Backofen
Köstliches aus dem Topf
Leckereien aus der Pfanne
Bonbons und Konfekt
Beliebte Desserts
Traditionelles Gebäck

Den Abschluss bilden zwei Register, zum einen sind die Rezepte nach Gruppen aufgeführt, zum anderen alphabetisch.

Jedes Rezept beinhaltet eine Angabe darüber, wie viel man von der fertigen Leckerei erhält (Gramm, Stückzahl oder Portionen), eine Zutatenliste und eine genaue Beschreibung der einzelnen Zubereitungsschritte. Einige Rezepte sind ergänzt um Tipps, wie eine Speise variiert werden kann oder was besonders gut dazu schmeckt und zu einigen gibt es die bereits erwähnten Anekdoten oder Legenden. Angaben zum Nährwertgehalt sind nicht enthalten, aber meiner Meinung nach haben die in einem Seelentröster-Buch auch rein gar nichts verloren, oder hat schon mal einem die Kalorienangabe unter einem Rezept die Laune gehoben? Ne, na also.

Rezeptauswahl rundum glücklichmachend, Anleitungen absolut gelingsicher, Anekdoten lustig und lehrreich, Illustrationen traumhaft und charmant - wann gibt's Nachschlag von Irene Rüter und Stephanie Wunderlich?


Freitag, 21. September 2012

[REZENSION] Asiatisch gut gekocht! Das Grundkochbuch

Titel: Asiatisch gut gekocht! Das Grundkochbuch
Autor: Marlisa Szwillus
Fotograf: Alexander Walter
Übersetzer: -/-
Verlag: Kosmos
Reihe: -/-
Ausführung: Softcover, 224 Seiten



Autor:
Marlisa Szwillus ist Ernährungswissenschaftlerin und leitete mehrere Jahre das Kochressort der größten deutschen Zeitschrift für Essen und Trinken. Inzwischen arbeitet sie als Journalistin und Buchautorin.


ASIATISCH GUT GEKOCHT! DAS GRUNDKOCHBUCH

"Asiatisch gut gekocht" ist in der Reihe "Kosmos Grundkochbücher" erschienen.
Wie es sich für ein Grundkochbuch gehört, geht die Autorin Marlisa Szwillus sehr detailliert auf die Grundlagen der asiatischen Küche ein bevor der Rezeptteil des Buches beginnt.

Gleich zu Beginn des Buches ist eine Karte abgebildet mit den Ländern, in denen die kulinarische Reise in diesem Buch führt.

Das Buch beinhaltet Rezepte aus:
China
Indien
Myanmar
Thailand
Singapur
Korea
Japan
Vietnam
Philippinen
Malaysia
Indonesien

Der Rezeptteil wird aufgelockert durch Länderreportagen. Sieben der im Buch mit Rezepten vertretenen Ländern ist eine Doppelseite gewidmet, auf der die jeweilige Landesküche in fünf Punkten umschrieben wird (Bsp. Japan: Typisch japanisch, Sake und Bier, Messerscharf, Die beste Nudelsuppe, Teezeremonie im Trend – Thailand: Wunderwelt der Aromen, Schnitzkunst, Mit Löffel und Gabel, Wenn die Zunge brennt, Leben und leben lassen). Die Stellen im Buch, wo sich die Reportagen finden, sind im Rezeptregister nach Ländern aufgeführt.

Zudem wird zwischen pfannengerührten, geschmorten, gedämpften und frittierten Gerichten unterschieden. Die vier Zubereitungsarten werden jedoch nicht einfach theoretisch, sondern praxisnah anhand eines einfachen Rezeptes und bebilderten Zubereitungsschritten genau erklärt.

Um sich auf einen Blick im Buch orientieren zu können, ist jedes Gericht mit zwei Icons gekennzeichnet, die verraten, aus welchem Land es stammt und nach welcher Art es zubereitet wird.

Der umfangreiche Einführungsteil in die asiatische Küche ist untergliedert in folgende Themengebiete:
Küchenwerkzeuge
Gemüse und Pilze
Kräuter
Früchte
Asiens Geheimnis
Reissorten
Nudelsorten

Die Rezeptrubriken sind unterteilt in:
Grundrezepte (Currypasten, Brühen, Saucen, Dips und Co.)
Suppen, Salate & Snacks
Gemüse & Hülsenfrüchte
Currys
Fisch & Meeresfrüchte
Fleisch & Geflügel
Nudeln, Reis & Tofu
Desserts

Den Abschluss bilden Getränketipps, ein zweiseitiges Glossar mit den wichtigsten Asia-Zutaten, zwei Rezepteregister: einmal unterteilt nach Länder, einmal sortiert in alphabetischer Reihenfolge und das Impressum. Die doppelte Registerführung gefällt mir sehr gut, je nachdem, ob man ein Menü aus einer bestimmten Region Asiens nachkochen möchte oder nur nach einem speziellen Rezept sucht.

Wie bereits aus anderen Kosmos-Kochbüchern bekannt, werden die Rezepte häufig durch die Anmerkung "Das ist wirklich wichtig" ergänzt. Jedes Rezept umfasst eine Zutatenliste mit Personenangabe, die Zubereitungszeit, eine ausführliche Untergliederung der Zubereitungsfolge und oft zusätzliche Tipps, wie das Rezept abgewandelt werden kann, beispielsweise durch alternative Gemüse- oder Pilzsorten, falls spezielle Zutaten nicht im ortsansässigen Supermarkt erhältlich sind oder aus persönlichen Geschmacksgründen gemieden werden möchten.

Das Buch hat einen Softcovereinband und ein Lesebändchen. Fast alle Rezepte sind bebildert, besonders in dem Teil der Einführung, der auf spezielle asiatische Zutaten und deren Zubereitung eingeht, wurde sehr viel Wert gelegt auf eine umfangreiche und leicht verständliche Bebilderung.

Dank des umfangreichen und leicht verständlichen Grundkochbuchanteils ist "Asiatisch gut gekocht" sehr empfehlenswert für Einsteiger in die asiatische Küche, aber auch versierte Köche werden dank der zahlreichen und abwechslungsreichen Rezepte noch viel Neues entdecken können!